Immer wieder taucht bei mir im Garten das Problem auf, dass sich Ameisenstaaten in einem Blumenkübel einnisten. Da sie sich zielsicher genau die Pflanzenkübel aussuchen, die den Winter über ins Haus müssen, da die Pflanzen nicht winterhart sind, stellt mich das regelmäßig vor Probleme.
Natürlich gibt es reichlich Tipps, wie man die Tierchen vertreiben kann:
- Kaffeesatz ausstreuen - wirkte bei mir leider nur unzureichend, war aber zumindest als Dünger geeignet.
- Niemöl in den Eingang träufeln - hat bei einem Nest unter Gartenplatten gut funktioniert, aber ich konnte nirgends auf die Schnelle welches beschaffen.
- Salz oder Backpulver auf die Straßen streuen bzw. den Nesteingang - funktioniert in unbepflanzten Stellen auch ganz gut, aber natürlich keine Alternative für Blumenkübel, wenn die Pflanze überleben soll.
- Kübel mehrfach unter Wasser setzen - das kostete vorletztes Jahr ein Enzianbäumchen das Leben. Nicht jede Pflanze kommt mit der Sumpfmethode klar.
Funktioniert das alles nicht, greift auch der friedlichste Gärtner irgendwann zur Chemiekeule. Daher versuchte ich es bereits vergangenes Jahr mit einer der üblichen Ameisenköder-Dosen. Sie wirkte zumindest, auch wenn es gefühlt ewig dauerte, bis keine Ameise sich mehr blicken ließ. Zumindest rettete das die Agapanthus, die ich sonst nicht ins Winterquartier genommen hätte. Ameisen im Haus brauch ich nun wirklich nicht.
Dieses Jahr versuchte ich es nun mit einem Streu- bzw. Gießmittel von Naturkraft. Das Mittel hat den Vorteil, dass man es mit dem Gießwasser vorsichtig in den Ameisengang einbringen kann. Es enthält natürliche Pyrethroide und durch die Anwendung in der Erde stellt es auch keine Gefahr für Biene, Käfer und Co. dar.
Bisher bin ich sehr angetan, denn es löste sich super im Wasser und hat sehr schnell Wirkung gezeigt. Derzeit sieht es auch nicht so aus, als würde die Pflanze dadurch irgendwie beeinträchtig. Vielleicht hat ja der ein oder andere ähnliche Probleme mit diesen ungewollten Mitbewohnern im Kübel oder Kasten - wobei das natürlich genauso gut auf Terrassen oder Wegen wirken wird.
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Auch das hatte ich versucht, weil ich durch meine Plantage reichlich Laub zur Verfügung habe. Aber das leider überhaupt nichts gebracht. 😔
wenn mödlich pflanzkübel nicht direkt auf den Boden stellen ( Erde)
damit kann man dem übel vorbeugen.
leider geht dies nicht immer :-(
Meine betroffenen Kübel stehen auf der Kiesumrandung des Teiches. Aber dieses Jahr scheint ein echtes Ameisenjahr zu werden. Die begegnen mir auch in jedem Beet reichlich und teilweise auch sehr unangenehm. Die kleinen gelben Vertreter sind absolut unleidlich und zwicken sofort, wenn man nur in der Nähe des Nestes steht.
@Kamilla
Auf jeden Fall sollte man vorher harmlosere Methoden ausprobieren und vielleicht kommt man mit dem umgestülpten Topf ja auch weiter. Probieren kann ja nichts schaden ;-)
Vielleicht, weil die nur über die Terrasse latschen in einer ihrer berühmten Straßen. Bei mir leben sie aber leider tief im Blumenkübel, kommen aus 1 oder 2 kleinen Löchern oben raus und laufen dann auf dem kompletten Kübelrand rum wenn man gießt (so habe ich sie überhaupt erst entdeckt) und gehen durch die Ablauföffnung im Boden rein und raus.
Ich habe jedes Jahr eine regelrechte Tomatenplantage und dachte vergangenes Jahr beim entsprechenden Tipp, dass das ja mal toll ist! Endlich mal was, was ich massenhaft habe und völlig ungiftig ist. Ich habe die Blätter gestapelt auf dem Kübel und unten drum herum verteilt. Die haben sich da höchstens drüber amüsiert, aber weniger wurden es nicht, geschweige denn, dass sie ausgezogen wären.
Vermutlich liegt es einfach daran, dass die keine wirkliche Straße für die Futterversorgung gebildet haben, sondern einfach im Innern der Kübelerde ihr Nest haben. Die stört nicht, was da oben drauf herum liegt. Alles, was lediglich durch Geruch wirkt (wie z. B. Zimt) wird mich da leider nicht weiter bringen.
Natürlich ist Pyrethrum ein Gift. Und natürlich schädigt es ggf. auch Nützlinge, wenn man es großflächig anwendet. Aber da ich es gezielt im Gießwasser nur für diesen Kübel anwende und dann noch in geringer Menge, sehe ich die Gefahr als durchaus kalkulierbar ein. Da es ein Kübel ist, ist auch die Gefahr gering, dass sich da hinein ein Regenwurm verirrt hat.
Sie sind klein, schwarz und haben 6 Beine. 😉
Habe gerade mal gegoogelt und musste schon bei dem Preis für Nematoden etwas schlucken. Zumal ich nicht weiß, ob man überhaupt Kleinpackungen für 1 Kübel von ca. 30 l bekommen könnte. Die Tierchen halten sicher nicht ewig.
Wenn man großen Befall hat, würde ich sowas ja durchaus in Erwägung ziehen, aber in einem einzelnen Kübel? In der Wiese und einigen Beeten sollen sie ja meinewegen wohnen - die Ameisen wollen ja auch nur leben - nur nicht in den Kübeln, die im Winter ins Haus müssen. Und da geht die Behandlung mit örtlich angewandten Pyrethrum m. E. deutlich einfacher und auch preiswerter.